2016 saß ich in einem Büro in Linz und erklärte einer Klientin zum dritten Mal, warum ihr Antrag auf erhöhte Familienbeihilfe abgelehnt worden war. Nicht weil sie keinen Anspruch hatte. Sondern weil in Formular E4 im Feld 17b das falsche Kreuz gesetzt war.
Der Moment, der alles veränderte
Ich hatte damals fünf Jahre Erfahrung in der Sozialverwaltung. Ich kannte die Prozesse. Die Formulare. Die Menschen in den Ämtern. Und ich wusste: Das System ist nicht böswillig – es ist einfach komplex. Zu komplex für Menschen, die sich nicht täglich damit beschäftigen.
Diese Klientin – nennen wir sie Claudia – hatte sechs Monate gewartet. Sechs Monate, in denen ihr monatlich 152 Euro gefehlt haben. Geld, das ihr zustand. Geld, das sie gebraucht hätte.
„Ich dachte, ich bin zu dumm für diese Formulare. Dabei war das System zu kompliziert für normale Menschen." — Claudia M., die den Anstoß gab
Von der Idee zur Realität
Drei Monate später kündigte ich meinen Job in der Verwaltung. Nicht aus Frust. Sondern weil ich überzeugt war, dass es einen besseren Weg geben muss. Einen Weg, bei dem Menschen nicht monatelang auf Leistungen warten, die ihnen zustehen.
Der Name „silent-electron" entstand in einem Café in Salzburg. Mein Mitgründer Tobias – damals noch im Sozialministerium tätig – meinte: „Wir sind wie Elektronen. Unsichtbar, aber wir bringen Energie dorthin, wo sie gebraucht wird." Ein bisschen nerdiger, als ich es mir vorgestellt hatte. Aber der Name blieb hängen.
Was uns antreibt
Transparenz ohne Umwege
Wir reden nicht um den heißen Brei herum. Wenn eine Beratung sich nicht lohnt, sagen wir das. Wenn ein Antrag aussichtslos ist, verschwenden wir Ihre Zeit nicht.
Fachwissen ohne Fachchinesisch
Wir können Amtsdeutsch. Aber wir sprechen lieber Klartext. Jeder Bescheid, jedes Formular wird so erklärt, dass Sie verstehen, was gerade passiert.
Ergebnisse ohne leere Versprechen
In 94% der Fälle erreichen wir eine Bewilligung oder Höherstufung. Die restlichen 6% bekommen ihr Honorar teilweise zurück. Das ist unser Standard.
Das Team hinter den Zahlen
Wir sind aktuell zu sechst. Drei Sozialberater mit zusammen 34 Jahren Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung. Eine Juristin, spezialisiert auf Sozialrecht. Ein Verwaltungsexperte, der früher beim AMS gearbeitet hat. Und eine Assistentin, die dafür sorgt, dass nichts untergeht.
Was uns eint: Wir haben alle selbst erlebt, wie frustrierend es ist, wenn Menschen an bürokratischen Hürden scheitern. Nicht weil sie faul sind. Nicht weil sie dumm sind. Sondern weil das System nicht für sie gemacht ist.
Die Zahlen sprechen für sich
Warum wir nicht größer werden wollen
Wir könnten expandieren. Filialen eröffnen. Franchise-Modelle entwickeln. Aber das würde bedeuten, dass wir die Kontrolle über die Qualität verlieren. Und genau das wollen wir nicht.
Jeder Fall wird von mindestens zwei Personen geprüft. Jeder Antrag wird persönlich begleitet. Das funktioniert nur, wenn wir klein und fokussiert bleiben.
„Ich hatte das Gefühl, dass sich zum ersten Mal jemand wirklich Zeit für mich nimmt. Keine Massenabfertigung, sondern echte Beratung." — Robert K., Wien
Was als nächstes kommt
Unser Ziel für die nächsten zwei Jahre: Ein Online-Tool entwickeln, mit dem Menschen selbst prüfen können, welche Leistungen ihnen zustehen. Kostenlos. Ohne Registrierung. Nur ehrliche Antworten auf einfache Fragen.
Für die komplexen Fälle bleiben wir da. Für die einfachen Fälle soll es bald eine Selbsthilfe-Option geben. Weil nicht jeder eine Beratung braucht. Aber jeder sollte wissen, was ihm zusteht.
Lernen Sie uns persönlich kennen
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob wir Ihnen helfen können.
Termin vereinbarenClaudia, die Klientin aus dem Jahr 2016, arbeitet übrigens heute bei uns. Sie ist unsere Assistentin. Und sie sorgt dafür, dass kein Formular mehr mit dem falschen Kreuz verschickt wird.